Zu Beginn einer Psychotherapie – d.h. vor einer Antragstellung auf Kostenübernahme – stehen die psychotherapeutische Sprechstunde und die probatorischen Sitzungen (bis zu 4 sind möglich), in denen:

  • kennen lernen und die persönlichen Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit prüfen
  • formale Rahmenbedingungen besprochen und offene Fragen klären
  • diagnostische Abklärung („Welches Problem besteht wann in welchem Ausmaß?“, „Welche Diagnose liegt vor?“) und die Ergebnisse mit dem Patienten besprechen
  • eine Vereinbarung über mögliche Therapieziele treffen
  • ein Therapieplan mit Vorschlägen zum konkreten therapeutischen Vorgehen (bzw. mit Vorschlägen zu alternativen Behandlungsmöglichkeiten)

Spätestens zum Ende der probatorischen Sitzungen besprechen wir, ob Sie eine Psychotherapie aufnehmen möchten und von uns ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt wird. Mit der Bewilligung der Kostenträger beginnt dann die eigentliche Psychotherapie (als Selbstzahler entfällt letzteres, und es wird eine individuelle Vereinbarung über die vorläufige Sitzungsanzahl getroffen).

Die Dauer der Psychotherapie insgesamt ist abhängig von der Art und Schwere der Problematik. Zur Orientierung: in der gesetzlichen Krankenversicherung umfaßt eine Kurzzeittherapie 24 (12+12) Sitzungen, eine Langzeittherapie 45 Sitzungen, wobei im Einzelfall weitere Stunden beantragt werden können. Die Anzahl der Leistungen, die die privaten Versicherungen übernehmen, ist abhängig von der Art Ihres Tarifes.